Clever buchen und fliegen: Billigflieger?

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In Europa mit dem Flugzeug unterwegs sein und dafür nicht mehr bezahlen als ein durchschnittliches Abendessen in einem durchschnittlichen Lokal? Da stellt sich die Frage: Wie geht so etwas? Die sogenannten Billigflieger scheinen mit ihren Angeboten die Luftfahrt zu revolutionieren. Das sind jedoch nur auf den ersten Blick so aus. Zunächst einmal kann an der Kostenschraube in der Fliegerei nicht ewig gedreht werden. Das bedeutet, kostenintensive Posten wie ausreichendes Kabinenpersonal und Wartung der Maschinen unterliegen strengen einheitlichen Vorschriften, die für alle Fluggesellschaften gleich sind. Auch der Sprit wird nicht billiger, nur weil Ticket so günstig sind. Trotzdem kann gespart werden-hierfür hat jede Billigairline ihr eigenes Konzept.

Billigflieger mit anderer Routenstruktur

Was aber auch dazu führt, dass immer neue Anbieter immer schneller auf den Markt drängen und genauso schnell wieder verschwinden. Im Vergleich zum herkömmlichen Fluggesellschaften haben die Billigflieger eine andere Routenstruktur. Sie fliegen ausschließlich profitable Reiseziele an- Orte also, die von vielen Urlaubern angesteuert werden. Extrem kurze Turnaround-Zeiten (das ist die Zeit, die ein Flugzeug nach der Landung vor dem nächsten Start auf den Boden bringt) garantieren zudem eine gute Auslastung der Maschinen. Einige der Airlines sparen am Bodenpersonal. So kann man nur über das Internet gebucht werden, Serviceschalter gibt es nicht. In diesen Fällen werden keine Tickets ausgestellt, sondern man druckt sich zuhause eine Reservierungsbestätigung mit Buchungsnummer aus. Über die Buchungsnummer wird dann am Check-in Schalter die Bordkarte ausgestellt. Teilweise werden Passagiere nur mit Handgepäck befördert, da dies die Wartezeiten zusätzlich verkürzt- also immer vorab die Beförderungsbedingungen lesen, damit das Gepäck nicht zurückbleiben muss! Manche Billig-Airlines fliegen kleine Flughäfen an, umso die hohen Gebühren zu sparen. Eine Reiseplanung sollte also auf jeden Fall den Weg zum Heimat- und Zielflughafen berücksichtigen, da diese Flughäfen ziemlich abseits der Großstädte liegen, das erhöht die Transportkosten. Demonstrativ sparen einige Fluggesellschaften am Essen. Den klassischen Bordsnack gibt es dann nicht umsonst, sondern in Kauf. Wirklich sparen würde eine Airline in diesem Bereich aber nur, wenn gar nichts angeboten würden. Das eigentlich Teure am Essen ist, dass die damit verbundenen Sachen an Bord müssen und Abfall wieder runter- man fragt sich also, was die Kioskmentalität soll. Zu beachten ist ebenfalls, dass nur ein bestimmtes Kontingent an Tickets billig ist. Das rechtzeitige Studium entsprechender Werbung in Zeitungen lohnt sich. Billige Flugtickets lassen sich nur in seltensten Fällen in Übereinstimmung mit spontaner Reiseplanung bringen. Wer sich also montags vornimmt in den kommenden Freitag mit einem Billigflieger in einem der europäischen Metropolen zu fliegen, wird zwar einen Platz bekommen, nur der Preis wird deutlich über dem liegen, womit die Airlines werben denn je länger die Vorlaufzeit, desto günstiger die Angebote. Der Rückflug sollte genauso geplant werden, da sich die angegebenen Preise üblicherweise nur auf eine Strecke beziehen.

Tipps für günstiges Fliegen

Wer folgende Schritte einhält und für genügend Vorlauf gesorgt, hat gute Chancen sehr preiswert durch Europa zu jetten und dabei Land und Leute zu erkunden:
Reiseziele überlegen – dann sind der Spontanität keine Grenzen gesetzt.
Airline raussuchen, deren Flughafen in der Nähe des einen Wohnorts liegt.
Über die Internetadresse der Airline den günstigsten Tarif raussuchen, am sinnvollsten drei Monate im Voraus und dann tageweise probieren, bis der Preis passt; Rückflug auf die gleiche Weise buchen; Reservierung mit Buchungsnummer ausdrucken und bei Abflug zusammen mit dem Personalausweis vorlegen.
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