Low Cost- Fluch oder Segen?

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Oder ein Mißverständnis?!

Wer möchte das nicht…? Ich meine, für 30 Euro Oneway nach Barcelona, Kattowitz, Rom oder Prag? Möglich wird das mit den Low Cost Airlines, den sogenannten Billig Fluglinien also. Tja, wenn bloß das Kleingedruckte nicht wäre. Na ja, meist ist es ja nicht mal klein gedruckt.

Aber warum sich mit Nebensächlichkeiten aufhalten, wenn man mit ein paar „Klicks“ schnell und billig einen Flug buchen kann, flott, bevor der Preis wieder steigt.

Am Flughafen angekommen sind diese Nebensächlichkeiten auf einmal nicht mehr so nebensächlich, sondern richtig teuer! Koffer nicht angemeldet, 65 Euro, ein zu großes Handgepäck mitgeführt, 40 Euro, Bordkarte nicht ausgedruckt oder per App auf das Smartphone geladen, 35 Euro.

Wer so geistesgegenwärtig war, die Bordkarte doch noch auszudrucken und sich wundert, warum er dennoch für einen anderen Posten nachzahlen soll, war vielleicht nicht so geistesgegenwärtig, sich diese auch einmal durchzulesen. In der Regel steht dort alles Wichtige aufgeführt.

Und bis zu einem bestimmten Zeitpunkt vor Abflug kann man diverse Nach-, oder Zubuchungen auch noch zu den günstigen Onlinetarifen durchführen.

Spätestens am Flughafen ist es dann mit günstig vorbei, da diverse Servicegebühren aufgeschlagen werden. Halsabschneiderei? Betrug?

Ich sage nein.

Auch vor zwanzig Jahren hat das Übergepäck bei zum Beispiel der Fluglinie Air Berlin am Check In Schalter fast das doppelte gekostet als bei der Voranmeldung. Das gleiche galt für Sportgepäck und Ähnliches! Auch damals hat man sich als Passagier vor dem Urlaub erkundigt wie viel Gepäck man aufgeben darf, was eine Sitzplatzreservierung kostet und ob das Mitführen eines Hundes in der Kabine kostenpflichtig beziehungsweise Anmeldepflichtig ist.

Aber halt, einen gravierenden Unterschied gibt es doch: Damals hat man sich im Reisebüro kompetent beraten lassen durch geschulte und erfahrene Reiseverkehrskaufleute.

Nun, diese gibt es in der Tat noch immer, jedoch immer seltener, denn, warum draufzahlen für eine fachkundige Beratung, wenn man das alles allein doch viel besser und vor allem billiger haben kann. Im Internet beim Selbstversuch!

Verstehen Sie mich nicht falsch, diejenigen die es können, sollten dies in der Tat tun, sie werden ein gutes Preisleistungsverhältnis vorfinden und zufrieden sein. Diejenigen die sich unsicher sind rate ich, Finger weg!

Lieber das Geld für eine fachmännische Beratung ausgeben!

Auch ist das Buchen von Flügen bei diversen Drittanbietern, von denen man nie vorher gehört hat und die Flüge zu noch günstigeren Konditionen anbieten als die Fluglinie selbst, nicht zu empfehlen, einige sind nicht Existent und machen sich mit dem Geld der Kunden aus dem Staub.

Aber auch dieses Phänomen gibt es bereits seit Einzug des Internets in unsere Haushalte und hat nicht mit dem Low Cost Geschäft zu tun.

Und an alle erwachsenen Kinder und Kindeskinder und Freunde, die sich ja so gut auskennen und für Ihre Familienmitglieder und Bekannte gönnerhaft aber leider auch fehlerhaft Flüge buchen: informiert Euch, es ist alles nachzulesen.

Sonst kommt das „Böse Erwachen“ in Form von Nachzahlungen am Flughafen und der Haussegen hängt schief. Aber nein, die Schuld hat ja ganz ein anderer: Der Check In Mitarbeiter!

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